Jugendfreizeit Österreich 2014

Servus! – und Moin Moin!
wie sechs Jungs den Modellflugurlaub meistern.

Gerade hatten bei uns in Schleswig-Holstein die Schulferien begonnen, da ging es auch schon auf die erste Modellfliegerfreizeit der folgenden sechs Wochen.
Der MFC Klagenfurt war das Ziel. – Zumindest für unsere Fahrer Uli und Bernd…
Wir Jugendlichen freuten uns einfach nur auf eine Woche Fliegen, Fliegen, Fliegen!!!

"Tuning" des Transporters. Wir brauchten eine weitere Ladeebene für unsere großen Flugzeuge.

„Tuning“ des Transporters. Wir brauchten eine weitere Ladeebene für unsere großen Flugzeuge.

Die Autofahrt nach Österreich wäre eine reine Qual gewesen, hätten wir nicht in einem netten Hotel in Bad Neustadt an der Saale (Nähe Frankfurt) Rast gemacht.
Der Trip von Hamburg nach Klagenfurt dauerte am ersten Tag vorerst also nur sechs Stunden. Glücklicherweise gab es nicht weit vom Hotel einen Modellflugplatz, und wir konnten uns ein wenig austoben. Sogar ein paar lokale Mitglieder ließen sich auf das „Fachsimpeln“ mit uns Norddeutschen ein!

Die geplante Anreise am nächste Tag sollte für uns volle neun Autostunden dauern. Und dank unserer unermüdlichen Fahrer schafften wir es rechtzeitig zum Abendessen auf dem Modellflugplatz in Klagenfurt zu sein.

Die Gruppe aus Deutschland mit dem Team Steilflug.

Die Gruppe aus Deutschland mit dem Team Steilflug.

Der platzeigene Koch hatte mit uns 45 anwesenden österreichischen, schweizerischen und deutschen Jugendlichen allerhand zu tun, zauberte dennoch jeden Tag aufs Neue tolle Gerichte auf den Flugplatz!
Die ersten Tage dienten zum Kennenlernen. Klar, wir Jungs aus Deutschland, ob Frankfurt oder Flensburg, wir kannten uns, jedoch war uns nicht bewusst, wie wir mit den österreichischen und schweizerischen Kollegen kommunizieren sollten. Deren Dialekt war uns völlig fremd, bereitete uns später aber eine „Mords Gaudi“ !
Interessant war, dass wir Deutschen fast alle älter waren, als die Jungs vor Ort. Trotzdem konnten wir mit holpriger, sprachlicher Verständigung schnell neue Freunde finden. Nach einigen Tagen des Fliegens mit unseren neuen Freunden wurden wir sogar ihrem Dialekt treu. Aus Ich wurde I und aus Nein Na. Zu unserem Bedauern ist dieser wirklich lustige Dialekt bei der Abreise in Österreich geblieben.

Neben dem ganzen Gefliege wurde aber auch Kultur nicht vernachlässigt:

Bernd Wilke. Im Hintergrund der Pyramidenkogel.

Bernd Wilke. Im Hintergrund der Pyramidenkogel.

Der Pyramidenkogel ist DIE Attraktion in Kärnten. Mit seinen 850 Metern über dem Meeresspiegel ein perfekter Aussichtsturm mit Blick über den Wörthersee!
Und das Beste: Man muss nur hinaufsteigen – runter wird gerutscht!!!
52 Höhenmeter werden über 120 Meter Strecke zurückgelegt!
Im Klartext heißt das in 20 Sekunden Highspeed die höchste überdachte Rutsche Europas zu rutschen!!!!

Der Wörthersee in der Ferne hat unglaublich schönes, türkisfarbenes Wasser… Genau wie der Badesee direkt an unserem Flugplatz!

Modellflugplatz in Kärnten mit Badesee.

Modellflugplatz in Kärnten mit Badesee.

Wir hatten dort zum Abkühlen tatsächlich einen riesigen See mit Sprungturm, Insel, einem Steg, Wasser mit Trinkwasserqualität und die Berge als Kulisse – unvergesslich.
Täglich haben wir uns zwischen den Starts unserer Modelle dort abgekühlt. Danach waren nicht nur unsere, sondern auch die Lipo-Akkus wieder voll.

Badespaß bei über 30 Grad. Uns hat das smaragdgrüne, kristallklare Wasser des Badesees neben dem Modellflugplatz sehr beeindruckt.

Badespaß bei über 30 Grad. Uns hat das smaragdgrüne, kristallklare Wasser des Badesees neben dem Modellflugplatz sehr beeindruckt.

Auch Modellflieger brauchen mal eine Abkühlung.

Auch Modellflieger brauchen mal eine Abkühlung.

Die Rückfahrt begann mit einem schmerzhaften Abschied in Klagenfurt.
Wir wollten nicht gehen und niemand wollte uns gehen lassen.
Einzigst ein großes Bett – anders als unsere Campingmatten und eine Dusche, in der man „gerade“ stehen kann, bildeten die Verlockung nach Hause zu fahren.

Erneut ging es neun Stunden nach Bad Neustadt. Diesmal ohne Halt am Flugplatz, dafür am Pflichtprogrammort des DMFVs:
DER WASSERKUPPE!!!
Angetrieben durch das frische Quellwasser der Fulda marschierten wir vom Parkplatz in glühender Hitze – wie wir es die Woche schon gewohnt waren – bis ins Flieger-Museum direkt auf der Wasserkuppe.
Die Modellflug- und Segelfluggeschichte vom Ursprung bis heute konnten wir sogar angenehm klimatisiert bewundern.
Teils fanden wir sogar eigene Modelle und Antriebe in den Vitrinen und in der Ausstellung wieder. Es war ein tolles Erlebnis.

Die restliche Autofahrt verbrachten wir mehr oder weniger im Halbschlaf, bis wir vor Hamburg zwei Stunden im Stau vertrödelten.
An dieser Stelle einmal ein dickes DANKESCHÖN an Uli und Bernd, dass ihr uns heil hin- und zurückgebracht habt und dass ihr uns die Woche so gut versorgt und vor allem AUSGEHALTEN habt ;-)!

Schlussendlich war es für uns Jungs aus der DMFV-Jugend eines der mit Abstand schönsten Erlebnisse in unserem Hobby!
Wir haben die Fahrt wirklich genossen und würden uns über eine Wiederholung seeeeeeehr freuen!

Zu guter Letzt natürlich auch noch ein großes Dankeschön an den DMFV und an alle Helfer vor Ort! Peter, Uli, Bernd, Willi und alle anderen Betreuern, das habt ihr großartig gemacht!!!

Speziell noch ein Dankeschön an Gottfried, der immer ein offenes Ohr für uns hatte und immer engagiert dabei war! Auch wenn Du bei der Danksagung vor Ort vergessen wurdest: Wir, und damit meine ich alle Jugendlichen der Freizeit, sind wirklich glücklich, dass du uns jeder Zeit mit Rat und Tat zur Seite standest!!!

Damit liebe Grüße aus dem Norden,

Eure Jungs vom Steilflug-Team